Arnold-Janssen-Preis

Alle drei Jahre wird der Arnold-Janssen-Preis verliehen.

Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis werden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die sich im Geiste Arnold Janssens für andere einsetzen. Bisherige Preisträger sind die Gemeinschaft Sant’ Egidio (2004), das internationale Hilfswerk Kirche in Not (2006), die Deutsche Hospiz Stiftung (2008), die Kindernothilfe (2010) und die Bundesvereinigung Lebenshilfe (2013). Die Preisvergabe ist eingebettet in die Internationalen Gocher Gespräche, eine interdisziplinäre Konferenz, auf der neue Ansätze zur Lösung existentieller Fragen erörtert werden.

5. Internationale Gocher Gespräche

„Inklusion statt Selektion – Gemeinsam für das Leben“

Die Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung Goch lädt zu den 5. Internationalen Gocher Gesprächen ein

"Inklusion statt Selektion - Gemeinsam für das Leben", so lautet der Titel der 5. Internationalen Gocher Gespräche, die am 09. und 10. November 2013 im Collegium Augustinianum Gaesdonck stattfinden und in deren Rahmen der diesjährige Arnold-Janssen-Preis an die Lebenshilfe verliehen wird.

"Behinderungen entstehen erst im Zusammenspiel mit Barrieren. "Inklusion" bedeutet, dass Menschen ihrer jeweiligen Unterschiedlichkeit überall teilhaben sollen, wenn sie es möchten. Um das zu realisieren, muss ein jeder Zugang zu allen Angeboten haben und dort willkomen geheißen werden. Damit sich alle Menschen willkommen fühlen können, reicht es jedoch nicht aus, Treppen durch Aufzüge zu ersetzen. Menschliches Engagement ist erforderlich, um Barrieren - auch die im eigenen Kopf -, die anderen Menschen Teilhabe erschweren, zu erkennen und beseitigen", begründet Michael Klemm, Vorstand der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung, die Themenwahl der 5. Internationalen Gocher Gespräche.

Die Lebenshilfe, deren Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, Bundesministerin a. D., den Preis entgegennehmen wird, wirkt und engagiert sich genau dort: Sie möchte eine Gesellschaft, in der Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen willkommen sind. Auf dem Weg zur Inklusion muss sich die Gesellschaft verändern. Dazu trägt die Lebenshilfe bei, die im Rahmen der zweitägigen Fachtagung den diesjährigen Arnold-Janssen-Preis und damit das von Gocher Bürgern gespendete Preisgeld von 5.000 Euro erhält.

"Wir freuen uns, dass nicht nur der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Laudatio halten wird, sondern außerdem hochkarätige Referentinnen und Referenten nach Goch kommen werden", erläutert Dr. Georg Kaster, Geschäftsführer der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung.

Die Experten, die im Verlauf der von Gitta List, Chefredakteurin vom "Schnüss - Das Bonner Stadtmagazin" moderierten 5. Internationalen Gocher Gespräche auch für Fragen und Diskussionen mit den Besuchern zur Verfügung stehen werden, sind:

- Prof. Dr. paed. Wolfgang Lamers, Institut für Rehabilitationswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin:

"Bildung für Menschen mit (schwerer) geistiger Behinderung im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion"

- Prof. Dr. med. Jeanne Nicklas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe in Berlin:

"Deutschland und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - Anspruch und Wirklichkeit"

- Prof. Dr. med. Holm Schneider, Leiter der Molekularen Pädiatrie am Universitätsklinikum Erlangen:

"Gen-Check am Lebensbeginn? Zu Risiken und Nebenwirkungen moderner Pränatalmedizin"

- Dr. phil. Gisela Höhne, Theaterwissenschaftlerin, Regisseurin und künstlerische Leiterin am Theater RambaZamba Berlin, an dem Menschen mit geistiger Behinderung gemeinsam mit anderen arbeiten:

"Kreativ, leidenschaftlich, treu und manchmal wie wir - über die Freude an der Arbeit mit geistig behinderten Menschen"

"Ich bin sehr angetan davon, dass die 5. Internationalen Gocher Gespräche nach dem gelungenen Auftakt im Jahre 2010 nun erneut auf dem Gelände unserer Schule stattfinden werden, die schon Arnold Janssen besucht hat", erklärt Jürgen Linsenmaier, Schulleiter des Collegium Augustinianum Gaesdonck. "Als Schule, in der jeder Jugendliche in seiner Einzigartigkeit unsere Aufmerksamkeit und Zuwendung erfährt, nehmen wir auch gerne aktiv mit Beiträgen unserer Schülerinnen und Schüler am Rahmenprogramm teil."

Bisherige Preisträger des Arnold-Janssen-Preises waren im Jahr 2004 die Gemeinschaft Sant'Egidio, im Jahr 2006 das Hilfswerk Kirche in Not, die Deutsche Hospiz Stiftung im Jahre 2008 und im Jahre 2010 die Kindernothilfe.

Das Programm der Fachtagung steht als Download zur Verfügung. Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich, auch ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben.

Lebenshilfe erhält Arnold-Janssen-Preis 2013

Goch. Im Rahmen der 5. Internationalen Gocher Gespräche wird die Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung Goch den diesjährigen Arnold-Janssen-Preis an die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. verleihen.

"Besonders erfreulich ist, dass das Preisgeld von 5.000 € aus Spenden von Gocher Bürgern zur Verfügung gestellt werden kann", erklärt der stv. Stiftungsvorsitzende Pfarrer Günter Hoebertz.

Der erstmals 2004 verliehene "Arnold-Janssen-Preis" zeichnet Persönlichkeiten oder Organisationen aus, die sich im Geiste des Gründers der Steyler Missionare besondere Verdienste um Erziehung, Entwicklungszusammenarbeit, Armutsbekämpfung, den kulturellen und interreligiösen Dialog sowie den Einsatz für das Leben erworben haben.

"Die Lebenshilfe und ihr Wirken passen hervorragend zu den Zielen Arnold Janssens", so Pater Dr. Ralf Huning, Provinzial der deutschen Provinz der Steyler Missionare und Kuratoriumsvorsitzender der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung. "Es ist gerade der entschiedene Einsatz für das Leben und die menschlichen Grundrechte, der uns dazu veranlasst hat, den Preis 2013 dieser Organisation zu verleihen."

Das Engagement der Lebenshilfe bildet auch den Grundstein für das Thema der zweitägigen Fachtagung. "Inklusion statt Selektion - Gemeinsam für das Leben", so lautet das Thema der Veranstaltung, die sich am 09. und 10. November mit der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen Lebensbereichen der Gesellschaft und der Akzeptanz in der Gesellschaft für jeden Menschen in seiner Individualität beschäftigt.

So wird neben weiteren hochkarätigen Referenten unter anderem Dr. Gisela Höhne, Theaterwissenschaftlerin, Regisseurin und künstlerische Leiterin am Theater RambaZamba Berlin, an dem Menschen mit geistiger Behinderung gemeinsam mit anderen arbeiten, zum Thema "Kreativ, leidenschaftlich, treu und manchmal wie wir - Über die Freude an der Arbeit mit geistig behinderten Menschen" referieren.

Die Laudatio auf den Preisträger hält der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Frau Ulla Schmidt, MdB und ehemalige Bundesministerin für Gesundheit, wird als Bundesvorsitzende der Lebenshilfe den Preis in Empfang nehmen und auch an der am Sonntagnachmittag stattfindenden Talkrunde zum Tagungsthema teilnehmen.

Veranstaltungsort wird das Collegium Augustinianum Gaesdonck sein. Schulleiter Jürgen Linsenmaier: "Wir freuen uns, dass die Gaesdonck als Schule Arnold Janssens nunmehr zum wiederholten Male gemeinsam mit der Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung Gastgeber für alle sein kann, die an zukunftsrelevante Themen interessiert sind. Auch unsere Schülerinnen und Schüler werden sicherlich sowohl von dem Programm profitieren als auch zu diesem beitragen können." Geplant ist eine Aufführung der Gaesdoncker zum Tagungsthema am Samstagabend.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die gesamte Veranstaltung oder einzelne Programmpunkte zu besuchen. Eine Anmeldung zur Tagung ist nicht erforderlich, auch ein Teilnehmerbeitrag wird nicht erhoben.

Weitere Informationen unter www.arnold-janssen.org



Gocher Gespräche 2010

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