Arnold Janssen - Sein Leben

Arnold Janssen wird am 5. November 1837 als zweites von elf Kindern in einem kleinen Haus in der Frauenstraße 8 in Goch geboren. Sein Vater, Gerhard Johannes Janssen, stammt aus Goch, seine Mutter Anna Katharina Janssen, geborene Wellesen, aus dem Nachbarort Weeze. Die Familie lebt von der Landwirtschaft. Daneben führt der Vater ein kleines Fuhrgeschäft.

Einen Tag nach seiner Geburt wird Arnold Janssen in der Pfarrkirche St. Maria-Magdalena getauft. Seine Kindheits- und Jugendjahre verbringt er in Goch. Ab 1849 ist er einer der ersten Schüler im neu eröffneten katholischen Collegium Augustinianum Gaesdonck. Die Schule mit Internat befindet sich bis heute in kirchlicher Trägerschaft.

Arnold Janssen bewegt früh der Wunsch, den Glauben zu verbreiten. 1861 wird er Priester. Er arbeitet als Lehrer und Seelsorger. 1865 lernt der junge Geistliche das „Gebetsapostolat“ kennen, eine in Frankreich gegründete Vereinigung, die die Einheit der Christenheit zu fördern sucht. Der Gedanke, ganz im Dienst der Weltkirche zu stehen, lässt ihn nicht mehr los. Im niederländischen Steyl, rund 50 Kilometer von Goch entfernt, gründet er 1875 ein Missionshaus; es ist das erste deutsche. In seiner Heimat kann er ein solches Haus nicht eröffnen, denn zwischen 1871 und 1879 versucht der Preußische Staat bzw. das Deutsche Reich unter Reichskanzler Otto von Bismarck die katholische Kirche massiv aus dem öffentlichen Leben zu drängen.

1879 schickt Arnold Janssen die ersten Missionare nach China. Es folgten Togo, Papua-Neuguinea, Japan, die Philippinen und Lateinamerika. Als Arnold Janssen 1909 in Steyl stirbt, wirkten die Steyler Missionare bereits in zehn Ländern – getreu dem Motto ihres Gründers: „Zunächst heilen, dann belehren und erst dann taufen.“

Aufgrund seines Wirkens als Erzieher und Seelsorger wird Arnold Janssen im Oktober 2003 heilig gesprochen. Keine zwei Jahre später wird seine Geburtsstadt Goch zum Wallfahrtsort erhoben.

 
 
Arnold Janssen Solidaritätsstiftung Goch
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